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Suchttherapie
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Suchttherapie Grawe (1998, 2004) hat in seinen Arbeiten zur Grundlegung der Psychotherapie allgemeine Wirkprinzipien formuliert. Hierzu lehnte er sich an das Rubikon-Modell von Heckhausen (1989) an, das - ursprünglich ein motivationspsychologisches Handlungsregulationsmodell - nun als Modell für die Integration verschiedener Therapieprinzipien dient. |
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Grawe (1998) unterschied in diesem Rahmen zwei Seiten oder Ziele der Psychotherapie: Interventionen auf der linken Seite des Rubikon verfolgen das Ziel, die Person bei der Bildung von Zielen (u. a. durch Bedürfnisklärung) zu unterstützen. Interventionen rechts vom Rubikon unterstützen die Person bei der Umsetzung von Zielen in konkrete Handlungen. Links vom Rubikon gilt das therapeutische Prinzip der Klärung, rechts das therapeutische Prinzip der Lösung, Übung und des Ausprobierens neuer Verhaltensweisen. Beispiele für therapeutische Interventionen im Bereich links des Rubikon wären die Klärung impliziter Beziehungsmotive bei Personen mit Persönlichkeitsstörungen durch Techniken der Klärungsorientierte Psychotherapie (Sachse, 2001, 2003, 2004), kognitive Techniken wie die Klärung von Überzeugungen und core-beliefs durch sokratischen Dialog (Beck et al., 1997) und Techniken der Motivational Interviewing zur Verbesserung von Abstinenzzielen bei Alkoholikern (Miller & Rollnick, 1991). Techniken rechts des Rubikon umfassen lösungsorientierte Strategien wie z. B. Reizkonfrontation bei Angst, cue-exposure bei Substanzabhängigkeit, soziales Kompetenztraining, Rückfallprophylaxe-Training etc.. Im Ausbildungskonzept werden sowohl spezifische Techniken auf der linken (klärungsorientierten) als auch auf der rechten (lösungsorientierten) Seite des Modells von Grawe vermittelt. Diese Kombination von lösungs- und klärungsorientierten therapeutischen Strategien ist das wesentliche innovative Moment der Ausbildung im IPP. |
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